Sonntag, 20. September 2015

Heute gehen wir ins Museum...



Stets auf der Suche nach schönem Material war ich vor ein paar Wochen in Schwäbisch Hall um bei Stoffe Armbrüster nach Stoffen zu schauen. 

Schwäbisch Hall ist von einer wunderschönen Landschaft umgeben. Von dort ist es auch nicht mehr weit nach Künzelsau. 
In Künzelsau befindet sich nicht nur der Hauptsitz der Mustang-Gruppe, sondern auch ein kleines, feines Museum, welches die Geschichte des ersten europäischen Jeansherstellers in multimedialer und interaktiver Form vermittelt.
Einmal vor Ort und interessiert an den Geschichten solcher Unternehmen ließ ich mir die Möglichkeit nicht entgehen, die Ausstellung zu besuchen.












Luise Herrmann war eine Frau der Tat und gründete 1932 als Reaktion auf das stagnierende Holzgeschäft ihres Mannes eine Kleiderfabrik.
Bei ihrer Schwester, die in der Nähe eine Berufskleiderfabrik führte, lernte Luise das Zuschneiden und das Nähen.
Mit nur sechs Näherinnen beginnt sie im ersten Stock ihres Wohnhauses mit der Produktion von Arbeitsbekleidung.

Alfred Sefranek, der zukünftige Schwiegersohn, tritt nach dem Krieg in das Unternehmen ein und auch der technisch sehr begabte Sohn Hermann unterstützt seine Mutter mit großer Begeisterung in der Produktion.

Hermann sieht seine Aufgabe im Aufbau eines eigenen Vertriebs für Berufsbekleidungsfachgeschäfte.
Um sich von seinen Konkurrenten abheben zu können, suchte er nach einem anderen Produkt, nach etwas völlig Neuem, etwas, was ihm Türen öffnen wird...
Eines Tages, es war 1948, erhielt er den Tipp, es einmal mit einer Arbeitshose der G.I.´s zu versuchen. Gemeint war eine Jeans, welche Bestandteil der Armeeausrüstung war.

Alfred Sefranek, geschäftstüchtig wie er war, tauschte mit einem Soldaten sechs Flaschen Hohenloher Getreidebrand gegen sechs US-Jeans.

Luise Hermann war empört. Sie fand die Jeans schrecklich.
Sie war regelrecht entsetzt, dass Alfred die heimische Näherei mit dieser ordinären ``Röhrleshose´´ retten wollte.
Als Alfred mit einem Großauftrag über 300 Jeans kam, ließ sie sich jedoch umstimmen.

Damit begann eine spannende und erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Im Jahre 2007 wurde anlässlich des 75. Firmenjubiläums in der Gründervilla das MUSTANG-Museum eröffnet.


Auf zwei Stockwerken der Villa erfährt man alles über die Anfänge der Näherei, Wissenswertes zu den Produktionsbedingungen und über die Produktpalette der Jeansmarke mit dem Mustang.















Das Markenzeichen der Jeans, verkörperte den American Way of Life und hat einen hohen Wiedererkennungswert.






Das habe ich auch gemacht und anschließend ewig lang die Farbrückstände von der Wanne geschrubbt. Hauptsache die Jeans saß gut.









Im museumseigenen Kino endet die Besichtigungstour. Dort darf man auf Jeanshockern Platz nehmen.


Die Geschichte dieses Unternehmens in der schönen Gründervilla zu erleben, empfand ich als ein besonderes Erlebnis.
An einem Wochentag um die Mittagszeit war ich als einzige Besucherin in dem Haus und konnte so alles absolut ungestört auf mich wirken lassen.
Im ersten Stock `hörte´ ich das Rattern der Maschinen und sah die fleißigen Frauen vor mir, wie sie Berge von Stoffteilen zusammen fügten.

Man kann zwar im Netz alles nachlesen, es vor Ort zu erleben, ist jedoch etwas ganz anderes, finde ich.

Ich freute mich, ein paar Bilder machen zu dürfen, was sonst verständlicherweise in einem Museum nicht gestattet ist.
Die Qualität dieser Bilder ist zwar nicht besonders, aber sie sollen auch nur etwas neugierig machen.

Vielleicht seid ihr mal in der Nähe, dann besucht Künzelsau und sein MUSTANG-Museum!

Habt ihr auch einen Museums-Tipp? Immer her damit!

Liebe Grüße von Heike






Sonntag, 13. September 2015

Einem Jeansrock neues Leben eingehaucht...


Habt ihr auch ein das eine oder andere Teil seit einer Ewigkeit im Schrank und hofft, dass ihr mal wieder rein passt?
Mir ging es jedenfalls mit einem Jeansrock so. Lange Zeit schob ich ihn bei jedem Ausmisten voller Optimismus ganz nach links und dachte, da wächst du wieder rein.

Haha... Optimismus ist ja schön und gut, aber.....

Was soll´s..... Hauptsache gesund, nicht wahr?

Auf jeden Fall lässt sich aus solch einem gut erhaltenen Teil noch etwas Neues zaubern.






Für Jeans aller Art habe ich ohnehin ein Faible und wenn man bedenkt, wie aufwendig die Jeansproduktion und -veredlung ist, lohnt es sich auf jeden Fall, diesem Material neues Leben einzuhauchen.

Da viele Nähanfänger Angst davor haben, etwas zu verschneiden, ist es zudem von großem Vorteil, zunächst aus `Altem´ etwas Neues zu fertigen. So hält sich der Respekt vorm Material in Grenzen.

In den Kursen entstand schon so mancher Rock und auch die eine oder andere Tasche aus alten Jeanshosen.
Heute möchte ich euch eine Schürze zeigen, welche ich aus oben erwähntem Rock anfertigte.
Die Inspiration dazu fand ich einst auf Pinterest, eine tolle und unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Also nahm ich den Rock auseinander.
Das Vorderteil ergab sich fast von selbst für das untere Schürzenteil und aus dem Rückenteil entstand der Latz, auf den ich eine der Gesäßtaschen aufnähte.









Für die Rüsche, die Bindebänder und die Einfasstreifen kamen Reststücke aus Baumwolle zum Einsatz.






Das ist doch eine nette ``Stoffspielerei´´, was meint ihr dazu?

Liebe Grüße von Heike






Montag, 7. September 2015

Bunt wie die East Side Gallery...



... ist die Bloggerwelt.






`Einen besonders farbenfrohen Teil´ davon durfte ich am Wochenende in Berlin beim Bloggertreffen kennenlernen, lauter nette Frauen (und ein paar begleitende Männer), jede auf ihre Art einzigartig und bezaubernd.

Yvonne und ich konnten es nicht erwarten, uns endlich persönlich kennenzulernen, was zur Folge hatte, dass wir uns bereits am Donnerstag in Berlin trafen. Gemeinsam erkundeten wir ein wenig die Stadt. Den Abend ließen wir in  der Caramba-Bar am Alex ausklingen. 
Wir hatten uns ja soo viel zu erzählen.












Am Freitag begann das eigentliche Treffen.
In dem wunderschönen Laden von Peggy fand unsere Kennenlernparty statt. Von dem Ambiente waren wir alle total fasziniert.









Schöne Impressionen dazu findet ihr auch bei Naddel.

Am Samstag ging es dann in der Frühe los.
Doreen und Andrea haben ein fantastisches Programm organisiert.
Nochmals ganz herzlichen Dank dafür!!! 

Ein Spaziergang entlang der East Side Gallery, die Besichtigung des Tränenpalastes und der Besuch des Gripstheaters (Linie 1), um nur einige zu nennen, sorgten für einen ansprechenden kulturellen Rahmen und ließen keine Langeweile aufkommen.

















Ein paar nachdenklichen Momenten folgten bald wieder fröhliche Momente, in denen wir dafür dankbar waren bzw. sind, diese Mauer und das damit verbundene System überwunden zu haben.


Es gab viel zu plaudern und noch viel mehr zu lachen.
Mit dabei waren auch BettyIngridGrit, FraukeBettinaAndreaMartinaMarita und Marion.

Am Sonntag stand der Besuch des `Mauerparkflohmarktes´ auf dem Programm.
An dem Tag war es leider sehr kalt und regnerisch, daher zogen wir es vor, das Treffen in einem gemütlichen Cafe ausklingen zu lassen.
Dort entstanden, wie auch schon in den Stunden zuvor, so einige Lachfalten.

Zum Abschied kam die Sonne hervor und nun...
auf in die S-Bahn!






Total zufrieden und glücklich trat ich am Sonntagnachmittag die Heimreise an. Da ich mit dem Zug unterwegs war, hatte ich viel Zeit, das Treffen nochmals Revue passieren zu lassen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht unser letztes Treffen war.
Mal schau´n!






Bis dahin mache ich es mir mit dem hübschen Kissen von Martina gemütlich. Ist das nicht genial?

Das ist nicht das einzige Geschenk, welches ich im Koffer unterbringen musste. Der Koffer ging gerade so zu, aber es ist alles heil angekommen.

Viiielen Dank ihr Lieben! Ich habe mich über jedes Einzelne sehr gefreut.

Das Treffen wird mir lange und vor allem in sehr guter Erinnerung bleiben.

Ich freue mich schon auf´s Knacken der Dropbox. ;-))

Liebe Grüße von Heike






Mittwoch, 2. September 2015

BERLIN - wir kommen!



Bereits seit ein paar Tagen genieße ich gemeinsam mit einigen netten Bloggerinnen die Vorfreude auf das Bloggertreffen in Berlin.
Ich habe nämlich das Glück, bei dem Treffen dabei sein zu dürfen und freue mich sehr, all die kreativen Mädels persönlich kennen zu lernen.
Gestern erhielt ich diese tolle Einladung, mit allem versehen was man wissen muss.
Vielen Dank liebe Doreen




Meine Zimmer-Mitbewohnerinnen und ich sind schon fleißig am Kommunizieren, länderübergreifendes Kommunizieren findet da sogar statt. 
So einfach kann Völkerverständigung sein. ;-))

(Wenn´s doch immer so einfach wäre.)

Einen Begrüßungstrunk habe ich schon mal kalt gestellt, farblich passend zur Einladung, 
versteht sich. 




Wenn noch jemand einen wünscht, bitte melden!

So, ich werde dann mal Koffer packen. Es soll nämlich Leute geben, die können es nicht abwarten und reisen schon früher an. ;-))

Ich bin sehr gespannt.


Liebe Grüße von Heike