Sonntag, 12. August 2018

Willkommen an Bord!



In meinem Post über HAMBURG versprach ich euch einen Bericht über dieses prachtvolle Segelschiff.
Rickmer-Rickmers heißt es und ist Eigentum der gleichnamigen Stiftung.







Was für ein Prachtsstück, dachte ich, als ich das Schiff entdeckte.
``Mit dem würde ich auch gerne mal in See stechen. ´´ sprach ich zu meinem Männle.

Da entdeckten wir auch schon den Eingang zum Museumsschiff  und beschlossen, uns das beeindruckende Stück einmal näher anzuschauen.









Fest vertäut liegt die Rickmer-Rickers seit 1983 in Hamburg an den Landungsbrücken.

Bereits im Jahre1896 wurde dieser Großsegler erbaut.
Wechselvolle Reisen hat die Rickmer-Rickmers hinter sich. Im Jahre 1912 wurde es sang- und klanglos verkauft, später in Portugal beschlagnahmt und den Engländern zur Verfügung gestellt, welche es für den Transport von Kriegsmaterial nutzten.

Nach dem Krieg wurde das Schiff wieder den Portugiesen übergeben. Die portugiesische Marine baute das Schiff um und nutze es als Schulschiff für die Kadetten.
Unter dem Namen SAGRES gewann es 1958 die Regatta der Segelschulschiffe.
Nachdem die Portugiesen 1962 die ehemalige ALBERT SCHLAGETER als SAGRES II in Besitz nahmen, gammelte das Schiff bis 1983 nur noch als Depotschiff vor sich hin.

Die Hanseaten bedauerten es derweil zutiefst, nicht ein einziges Denkmal aus der Segelschiffzeit in ihrem Hafen zu haben und so kam es, dass sich einige von ihnen mit viel Herzblut dafür stark machten, dieses Schiff zu erwerben. 
Rostig und mit gekappten Masten wurde es von einem Schlepper nach Hamburg gezogen.

Mehrere Dutzend Helfer packten an und verhalfen dem Segler zu diesem strahlenden Aussehen.
Drei Jahre lang klopften sie den Rost ab, schliffen, strichen und schraubten.
Unglaublich, welche Fleißarbeit dahinter steckt. 


















Edle Hölzer wurden verarbeitet. Das ist Handwerkskunst vom Feinsten.












Liebevoll und bis ins Detail wurden die Kajüten und die Kombüse wieder hergerichtet.









Im Museum erfährt man viel Interessantes aus der Zeit der Segler.












Da kaum Leute auf dem Schiff waren, konnten wir alles in Ruhe auf uns wirken lassen.












Ich möchte nicht wissen, wie duster das hier unten früher war und wieviele Ratten da unterwegs waren.






Heute lässt sich nur noch erahnen, unter welchen schwierigen Bedingungen die Männer oft monatelang unterwegs waren. 






Immer wieder blickte ich fasziniert nach oben. 






In diese schwindelerregenden Höhen haben sich die Mannschaftsmitglieder bei jedem Wetter begeben müssen.









Ahoi, du Schönes!

Hat euch der Rundgang gefallen oder habt ihr es gar selbst schon einmal besichtigt?


Für heute verabschiede ich mich und gebe mich noch etwas der Leichtigkeit dieses wundervollen Sommertages hin.

Macht´s euch fein!


Liebe Grüße von Heike




verlinkt mit Samstagsplausch





Sonntag, 29. Juli 2018

Was für ein Sommer...



Unbezahlte Werbung,
früher: Persönliche Empfehlung


Hallo meine Lieben,


nein, ich möchte nicht über die Hitze klagen.
Ich liiiebe den Sommer und habe mich deshalb in die letzten Wochen all den Sommerfreuden hingegeben, die eine und andere Reise unternommen und sehr nette Begegnungen mit lieben Menschen gehabt.
Kurz gesagt, eine wundervolle Zeit genossen...

So ganz nebenbei ist aber auch meine neue Tunika fertig geworden, welche ich euch heute gerne zeigen möchte.






Was die Fotos angeht, musste Frau dann doch wieder selbst Hand anlegen. 
Naja, was soll´s...

Für die Tunika verwendete ich Leinen.
Ihr könnt natürlich auch leichtere Materialien, wie Viskose oder Chiffon, verwenden.






Zum Einsatz kam das Schnittmuster Nummer 111 aus der Zeitschrift `Lust auf Handarbeiten-Nähmagazin´ Nummer 04/2016, ein klassisches Schnittmuster mit sportlichen Details wie den Blendenausschnitt.






 Riegel zum Knöpfe halten die gekrempelten Ärmel fest, welche ihr so






oder so tragen könnt.






Das Rückenteil ist länger gehalten.






Die Schulterbreite und die hintere Länge habe ich etwas vermindert. Das passte von den Proportionen so gar nicht zu meiner Körpergröße, aber wie ihr bereits wisst, empfiehlt es sich immer die Maße des Schnittmusters nochmal mit den eigenen Maßen und Vorlieben zu vergleichen.

So und nun werde ich mich wieder den Sommerfreuden widmen und auf der Terrasse frühstücken.
Es duftet schon nach Kaffee.

In diesem Sinne:
Genießt die schönen Tage, tankt Sonne für den Winter und 
macht´s euch richtig fein!



Liebe Grüße von Heike




verlinkt mit Samstagsplausch und Lieblingsblusen





Samstag, 30. Juni 2018

Die Perle im Norden








Werbung, da Namen-und Markennennung



Voller Vorfreude begaben wir uns vor ein paar Tagen in den Flieger und nahmen Kurs auf Hamburg.
Von dieser erlebnisreichen und sehr schönen Tour möchte ich heute im Rahmen der Deutschlandreise gerne berichten.


Wenn wir im Vorfeld davon erzählten, lauteten meist die ersten beiden Fragen:
`Geht ihr ins Musical´? und `Besucht ihr die Elbphilharmonie´?

Hallooo?

Hamburg hat so viel zu bieten und da es für meinen Mann der erste Besuch in der Hansemetropole war und wir beide das Wasser lieben, starteten wir bei strahlendem Sonnenschein erstmal mit einem Spaziergang zur Alster.
 







Die Außenalster, so ein schönes Fleckchen Erde mitten in der Großstadt.
Ist das nicht herrlich?








Weiter ging es über den Jungfernsteg, vorbei an den Alsterarkaden






zum architektonisch prachtvollen Rathaus, wo die Bürgerschaft und der  Senat ihren Sitz haben















und hier und da die Strassen entlang









Während der klassischen Rundfahrten per Bus und Schiff ließen wir die Stadt auf uns wirken.
























Anschließend spazierten wir zur Elbphilharmonie und durch die Hafencity.













So putzt man heute Fenster.


Ein Blick von der Plaza






 durch die Hafencity






weiter durch die Speicherstadt








Unglaublich, was für eine Geschichte dieser Lagerhauskomplex hinter sich hat...
Für die Errichtung dieser wurden einst ca. 18000 Menschen zwangsumgesiedelt.
Eine kleine Gedenktafel macht darauf aufmerksam.
Viele dieser Menschen kamen in den in nur wenigen Jahren hochgezogenen Arbeitervierteln unter.
Andere bauten sich ihre Sommerhäuser an der Elbe und der Alster.



Wieder an den Landungsbrücken angekommen, äußerte mein Mann den Wunsch, einmal durch den alten Elbtunnel spazieren zu wollen.
Bei diesem Gedanken wurde mir ganz mulmig.
Ich ließ mich zwar drauf ein, wollte es aber ziemlich flott hinter mich bringen.








Dieser Tunnel ist eine meisterhafte Leistung, aber das waren mit Sicherheit die längsten 500 Meter meines Lebens.
Ein Hamburger lacht vermutlich darüber.


Der Abend stand im Zeichen der Unterhaltung.
Wir besuchten das schon legendäre Schmidts Tivoli, ein schnuckeliges kleines Theater an der Reeperbahn, wo wir uns die  `Heiße Ecke´ anschauten, eine mitreißende Inszenierung, welche in drei Stunden den ganz normalen Wahnsinn rund um die Reeperbahn zeigt.












Es war unglaublich unterhaltsam. Wir haben herzlich gelacht.


Am dritten Tag zog es uns raus aus der Stadt, nach Blankenese.






Durch das Viertel rund um den Süllberg führen schmale Gassen und viele Treppen.















Sind die Häuser nicht hübsch anzusehen?


Blankenese erfreut das Auge zudem mit viel Grün in seinen Parkanlagen, wie zum Beispiel im Römischen Garten, wo im Sommer Theateraufführungen stattfinden.









Immer an der Elbe entlang spazierten wir bis zur Teufelsbrücke.
Da wir an einem Wochentag unterwegs waren, konnten wir uns ganz und gar dieser wohltuenden Ruhe und den stets schönen Aussichten hingeben.









Leicht vom Winde verweht, aber glücklich


Für einen eingefleischten Fan wie meinem Mann ist der Besuch der Panikcity fast schon Pflicht.






Die im März 2018 eröffnete Panikcity ist ein wirklich einzigartiges Multimediamuseum, welches Fans und Technikbegeisterte in die Welt des Rockers Udo Lindenberg begleitet.




Das Fotografieren war nur im Eingangsbereich gestattet.


Wir tauchten mit Udo in seine Vergangenheit und das Abenteuer DDR, lauschten Zeitzeugen, warfen einen Blick in seine Stasiakte, waren zu Gast im Tonstudio `Boogie Park´ und schwebten über 10000 Zuschauer während eines Konzertes.

Es war eine kleine Zeitreise und ein unglaublich schönes, sehr zu empfehlendes Erlebnis.

Ein Besuch der Panikbar und ein im Eintrittspreis enthaltenes Likörchen rundeten den Besuch ab.









Über die Reeperbahn ging es weiter zu den Landungsbrücken.
Dort blieb mein Blick an diesem schönen Prachtstück hängen, ein Segelschiff namens Rickmer Rickmers.






Einen Rundgang über und unter das Deck dieses wunderschönen Exemplares ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
Wir waren eine gefühlte Ewigkeit dort und waren begeistert.

Von der Rickmer Rickmers berichte ich einmal in einem separaten Post.

Dem Wahrzeichen Hamburgs, dem Michel,  mussten wir natürlich auch einen Besuch abstatten









 und die fantastische Aussicht genießen.















Hamburg ist schön, durchaus eine Perle.
Die Lage an der Elbe und dem großen Hafen machen diese Hansestadt zu etwas Besonderem.

Aber wir waren auch überrascht bis schockiert, wieviele Obdachlose und Bettler in nahezu allen Stadtteilen unterwegs sind und welch eine Bauwut dort herrscht.
Da diesen Tatbestand auch der Stadtführer ansprach, war uns klar, dass es sich nicht bloß um eine subjektive Einbildung handelte. Er befürchtet sogar, dass die Reeperbahn zu einem Slum verkommt, wenn die Entwicklung so weiter geht.

Hamburg möchte laut der Süddeutschen Zeitung vom 9. Mai diesen Jahres Weltstadt werden.
Dreißig (!) neue Hotels im Wert von 1 Milliarde Euro sollen gebaut werden, um zahlungskräftige Kunden aus dem Ausland zu gewinnen.

Aber ist das alles?

Noch größer, noch höher, noch teurer?

Was ist mit den Menschen, welche den Anschluss verpasst haben?
Was ist mit dem natürlichen Bedürfnis nach etwas Idylle?

Fragen über Fragen...

Bleibt einem nur der Wunsch, dass die Entscheidungsträger stets ihrer Verantwortung bewusst sind und nicht immer nur die Dollarzeichen in den Augen haben, damit sich auch in Zukunft noch viele Menschen, vor allem auch ihre Bewohner an der Perle erfreuen dürfen.


Trotz der Problematik bleibt uns dieser Aufenthalt, welchen wir am fünften und damit letzten Tag mit einer kleinen Shoppingtour und einem weiteren Aufenthalt an der Alster ausklingen ließen, in schöner Erinnerung.






Bye, bye du Schöne






So, ich hoffe, ihr habt durchgehalten und der Ausflug hat euch gefallen.


Ein schönes Wochenende wünscht euch

Heike




Verlinkt mit Deutschlandtour und Samstagsplausch