Sonntag, 14. Juli 2019

Wo einst die Zitronen blühten...




Heute nehme ich euch mit an den Lago di Garda, wo wir kürzlich wunderschöne und erholsame Urlaubstage verbrachten.

Der von Palmen, riesigen Oleanderbüschen, Olivenhainen und Weinbergen umgebene Gardasee mit seinem milden Klima ist einer der Sehnsuchtsorte der Deutschen.






Kein Wunder, denn neben der üppigen Vegetation ziehen einen auch pittoreske Ortschaften, hübsche, kleine Häfen und Badebuchten in den Bann.
Wer gerne im Trubel versinkt, findet Gefallen an den großen Zentren und Vergnügungsparks östlich des Lago di Garda.

Die Ost- und Südküste besuchten wir bereits mehrmals, dabei standen speziell die Aufenthalte im Süden im Zeichen der Familie, welche mit schönen Erinnerungen verbunden sind.

Dieses Mal gingen wir zu zweit auf Reise.
Unser Ziel war das Westufer, bzw. zunächst das nördlich gelegene Limone, wo einst viele Zitronen blühten.
Entgegen der Information aus einem Reiseführer lernten wir dieses hübsche, kleine Dorf von seiner idyllischen Seite her kennen.
Die Spaziergänge durch die alten und keineswegs überfüllten Gassen machten uns ebenso viel Freude wie das Verweilen in den kleinen Häfen, egal ob am Tag oder am Abend.
















Von unserem am Hang gelegenen Hotel boten sich spektakuläre Ausblicke.












Bei diesen Aussichten schmeckte das Frühstück gleich noch mal so gut und es bedurfte mitunter gar keiner Worte.
Manchmal saßen wir einfach nur da, schauten und ließen uns von der Sonne kitzeln.






Von Limone aus erkundeten wir das Westufer des Sees und Teile des Hinterlandes.

Auf der Gardesana Occidentale, der Uferstrasse, deren Tunnel aussehen, als wären sie mit der Spitzhacke aus dem Fels geschlagen, ist deutlich weniger los als an der Ostküste.
Dunkle Zypressen ziehen sich rechts den Steilhang hinauf und links präsentiert sich der See in seinen schönsten Farben.
Hinter Gargnano schlängeln sich die Serpentinen hoch zu den auf dem Hochplateau gelegenen Orten Tignale und Tremosine. 
Mein Mann hatte auf der Fahrt seine pure Freude. Mir ist zwar manchmal das Herz in die Hosentasche gerutscht, aber es sei ihm gegönnt.

Hat man in Gargnano die Tunnel hinter sich gelassen, reihen sich hübsche bis mondäne Orte wie Gargnano, Boliaco, Maderno, Gardone Riviera und Salo`aneinander.
Hier tickt die Uhr gefühlsmäßig etwas langsamer. 


In Salo` lädt eine lange Uferpromenade zum Flanieren ein.






Als einziges Städtchen am See hat es in der Altstadt einen Dom.








 In der Altstadt befinden sich viele kleine Boutiquen.


Unsere nächste Tour führte uns ins Hinterland, genauer gesagt, vom Gardasee in Höhe Gargnano über den Lago di Valvestino, einem künstlich angelegten Stausee, zum idyllischen und besonders bei Familien sehr beliebten Lago di Idro. 


















Nach einer ausgiebigen Bade- und Picknickpause ging es weiter zum kleinen, aber nicht weniger ansprechenden Lago di Ledro.

Auf den meist schmalen Kurvensträßchen kamen uns nur wenige Fahrzeuge entgegen.
Die Bergkuppen sind dicht mit grünen Eichen- und Kastanienbäumen überzogen, ein schönes Fleckchen Erde.








Auch dieser präsentierte sich klar und in den schönsten Farben.
Vom Lago di Ledro sind es nur noch ca. 10 km bis nach Limone, wo wir den Tag bei gutem Essen und einem Gläschen Wein ausklingen ließen.


In Limone gibt es auch einen Motorbootverleih und wer hier schon länger mitliest, weiß wie gerne wir auch auf dem Wasser unterwegs sind.
Ohne lange zu überlegen mieteten wir uns ein Boot und los ging es.























Der Blick auf Limone ist vom Boot aus besonders schön.
Aus dieser Perspektive erschließen sich dem Besucher die vielen Reste der Limonaie, den alten, einst aufwändig errichteten Gewächshäusern für Zitronen.





Bereits im 13. Jahrhundert wurde mit dem Zitronenanbau begonnen. Um die empfindlichen Pflanzen vor Nachtfröste zu schützen, wurden aufwendige Gewächshäuser errichtet.





Heute werden Zitronen nur noch vereinzelt angebaut, denn die Zitronen aus Sizilien sind inzwischen deutlich günstiger als die eigenen, mühsam gehegten.
Wer mehr über die Limonaia erfahren möchte, dem empfehle ich das kleine, aber feine Freiluftmuseum Limonaia del Castel.
Der Weg dorthin ist gut ausgewiesen








Der Ortsname Limone hat übrigens gar nicht mit der gelben Frucht zu tun, auch wenn diese die Häuser schmücken und in den Geschäften in der Altstadt überall und in aller Form angepriesen werden.
Limone ist aus dem Lateinischen vom limes (Grenze) abgeleitet. 
Heute ist es nur noch die Grenze zwischen dem Trentino und der Lombardei, aber bis 1918 war es die Trennlinie zwischen Italien und Österreich.

Wieder was dazu gelernt...

Den See überqueren kann man natürlich auch mit den öffentlichen Schifffahrtsgesellschaften.
Diese Möglichkeit nutzten wir für einen Ausflug nach Malcesine.














Die Scalligerburg ist hübsch anzuschauen und die engen Gassen, welche sich in der Altstadt zur Burg hinauf schlängeln, laden zum Bummeln ein. 

Besonders schön wirkt die Burg im Abendlicht.






Nach sieben Tagen La Dolce Vita genießen hieß es Abschied nehmen.

Die Heimreise traten wir dankbar und voller schöner Erinnerungen an, von denen wir noch lange zehren werden.






Schön war´s...


Seid ihr auch so gerne an den oberitalienischen See?
Dann verratet mir bitte euren Favoriten!
Ich bin gespannt.


Liebe Grüße von 

Heike




verlinkt mit Samstagsplausch








Dienstag, 25. Juni 2019

Romantisch und feminin



Werbung/persönliche Empfehlung



präsentiert sich mein neues Sommerkleidchen und ich bin ganz verliebt in dieses luftige, leichte Etwas.






Das Kleid entstand nach einer Inspiration von Burda. Es ist das Modell 117 aus der Juniausgabe 2017.






Gefertigt habe ich es aus getupften Baumwoll-Voile.

Als Voile bezeichnet man feinfädigen, transparenten, leinwandbindig gewebten Stoff.
Dieses Gewebe enthält kleinste Luftlöcher, welche eine gute Luftzirkulation gewährleisten.
Dadurch wirkt es herrlich leicht und luftig, also ideal für heiße Sommertage.
Um der Transparenz entgegenzuwirken, unterlegte ich es mit einem Unterkleid aus weißem Baumwollbatist.

Hinten ist ein kleiner Schlitz, welcher mit einem Knopf geschlossen wird.






Schmuck im Bohostyle oder eine hübsche Korbtasche passen perfekt zu diesem Kleid.

Und als hätte der Sommer nur noch auf die Fertigstellung dieses Kleides gewartet, präsentiert er sich jetzt von seiner schönsten Seite. 
Ist das nicht traumhaft?

So und jetzt führe ich es aus und gehe Eis essen.
Wer kommt mit?



Liebe Grüße von 
Heike




verlinkt mit Creadienstag , HOT, Kreative Sommerzeit und Linkparty Kleider









Dienstag, 11. Juni 2019

Neue Shirts



Hallo meine Lieben,

heute zeige ich euch zwei ganz einfach herzustellende Shirts.

Neue Shirts machen zwar noch keinen Sommer, aber immerhin sind diese beiden weißen Shirts eine schöne Ergänzung meiner sommerlichen Grundgarderobe.









Gefertigt habe ich diese aus einem sehr angenehmen und edlen Viskosejersey und den Reststücken eines netzartigen Baumwollgewebes.


Der Schnitt mit den überschnittenen Armen kam bei mir schon einige Male zum Einsatz.
An heißen Tagen sind diese luftigen Shirts besonders angenehm zu tragen.




Hier habe ich das Vorderteil einfach unterteilt und eine Passe aus dem Netzgewebe eingefügt.





Solch ein Modell, unter anderem bei Burda als Fertigschnittmuster burda EASY 7640 erhältlich, ist wirklich einfach nachzuarbeiten und daher ideal für Nähanfänger. 

Das zweite Shirt ist ebenfalls nach einem Schnittmuster von Burda entstanden, nach einem ursprünglichen Blusenschnitt Modell Nr. 115 aus der Burda 10/2015.
Auf die Falten habe ich verzichtet und diese deshalb weggekniffen bzw. gefaltet, so wie bereits bei diesem Modell HIER.

Wie das am Schnitt aussieht, könnt ihr hier erkennen.
Die rote Linie kennzeichnet den neuen Halsausschnitt.




Wem das zu aufwändig ist, der wird bestimmt auch einen fertigen Schnitt mit Raglanarm finden.

Das Shirt habe ich mit einem Saumbund versehen.







Wichtig war mir bei dem schönen Jersey auch, dass die Shirts möglichst wenige, besser keine, sichtbaren Nähte aufweisen, weder von außen, noch in Form von Nahtzugaben unter dem Netzgewebe.
Deshalb entschied ich mich für das Einfassen der Halsausschnitte mit einem Schrägstreifen, welchen ich von der Innenseite von Hand anstaffierte.




Es handelt sich um einen Stich, mit dem man in der Maßanfertigung hauptsächlich das Futter einnäht.
Dieser Stich wird in jedem guten Nähbuch beschrieben. 

Sich einem Werk mit Geduld erfordernden Handarbeiten hinzugeben, tut unglaublich gut und macht es zudem zu etwas Besonderen, etwas Wertvollerem, selbst wenn es `nur ´ ein Shirt ist.
Probiert es mal aus!


Fröhliches Werkeln wünscht euch

Heike




verlinkt mit CreadienstagHOT und  Linksammlung Shirts





Freitag, 31. Mai 2019

Stuttgart entwickelt sich zum Paradies für Nähbegeisterte



 Werbung in Form von persönlicher Empfehlung


Es ist durchaus bequem und auf Grund des großen Angebotes auch sehr verlockend, wenn man von der Couch aus mittels ein paar Klicks eine Bestellung tätigen kann.

Ein ganz anderes Erlebnis stellt sich jedoch ein, wenn man Stoffe, besonders die mit Muster, am großen Stück sehen und fühlen kann.
Im besten Falle kauft man das passende Zubehör gleich mit ein.

Schon seit geraumer Zeit befinden sich drei Stoffgeschäfte, zentral und in unmittelbarer Nähe zueinander gelegen, welchen ich gerne regelmäßig einen Besuch abstatte.

 Esro-Jersey in der Rotebühlstrasse
Stoffmarkt in der Augustenstrasse und
Stoffideen in der Sophienstrasse


Mitte Mai eröffnete zudem die französische Firma Mondial Tissus Group ihre erste Filiale  MT Stofferie in Deutschland und das ausgerechnet in Stuttgart in der Marienstrasse.

Leider funktionierte bei Veröffentlich des Post´s die Verlinkung nicht. Ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal probieren.

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, diesem Geschäft einen Besuch abzustatten.

Auf zwei Etagen werden unzählige Stoffe und Zubehör aller Art schön und übersichtlich präsentiert.
Freundliche und aufmerksame MitarbeiterInnen stehen den KundInnen hilfreich zur Seite.





















Man mag sich fragen, was dieses Geschäft führt, was die anderen nicht haben.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass jedes Geschäft seiner eigenen Unternehmensphilosophie folgt und das ist gut so.
 Ich bin jedenfalls immer erfolgreich unterwegs.


Die Schwaben gelten als sparsam, aber wer dennoch auf der Suche nach einem exklusiven Stöffchen ist, der wird in dem seit 100 (!) Jahren bekannten Geschäft Schneidereibedarf Berger,  ansässig in der Calwer Strasse, fündig.
Dort bieten Andreas und Nicole Berger, unterstützt von einem kompetenten, freundlichen und sehr geduldigen Team, alles zum Nähen und Schneidern an.

Seit geraumer Zeit hält Herr Berger neben dem umfangreichen Kurzwarenbedarf auch unzählige Stoffalben mit wahrlich edlen Stöffchen bereit.

Exklusive Stoffe, made in Italy,...





Trachtenstoffe aller Art...




Edle Stoffe für Oberbekleidung...




und, man glaubt gar nicht, was es alles gibt, sogar Stoffe mit eingewebten Platin- und Goldfäden.


Dass man diese nicht alle vorrätig haben kann, bedarf keiner Erklärung.
Aber ein bisschen Vorfreude auf die Lieferung der getätigten Bestellung gilt auch hier als eine schöne Freude.

Die Stoffproben sind übrigens groß genug, um sich ein Bild davon zu machen.


Ein weiteres schönes Geschäft befindet sich etwas entfernter, aber dennoch gut zu Fuss oder auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, auf dem Charlottenplatz in Stuttgart.
Elena Braun, vom Tennissport in die kreative Branche gepurzelt, führt seit 2013 den Laden Goldknopf, bietet Mode nach Maß und zeigt der Wegwerfgesellschaft die Stirn.
Es ist ein bezauberndes Geschäft mit einer vor allem ganz besonderen Auswahl an Knöpfen.


Mir persönlich liegen solche Ladengeschäfte sehr am Herzen und deshalb empfehle ich diese aus reiner Überzeugung gerne weiter.

Schließlich bereichern sie das Leben in der Stadt.
Schaut doch mal rein!
So manchen netten Plausch gibt es gratis dazu.


Wie schaut´s bei euch aus?
Seid ihr eher online oder vor Ort unterwegs?


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Macht´s euch fein!

Liebe Grüße von Heike




verlinkt mit SamstagsplauschLesezimmer und Kreative Sommerzeit