Sonntag, 20. März 2022

Frühlingserwachen im blühenden Barock


 

Was für ein schöner Samstagmorgen, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein.

Da ließ ich fünf gerade sein, die Hausarbeit läuft schließlich nicht weg, und begab mich nach Ludwigsburg, um endlich mal wieder eine Runde durch den schönen Garten des Ludwigsburger Barockschlosses zu schlendern.





Das Residenzschloss in Ludwigsburg zählt zu den größten original erhaltenen Schlössern Europas und für mich auch zu den schönsten.





Im Sonnenlicht und vor blauem Himmel präsentiert es sich besonders prachtvoll.







Unzählige Frühblüher erfreuen die Besucher.




In der Orangerie werden zauberhafte Gestecke präsentiert.
Selbst wenn man nicht den Platz für derartig große Pflanzenarrangements hat, bieten sie der eigenen Kreativität viel Inspiration.

















Palmen lassen einen vom nächsten Urlaub träumen.










Im japanischen Garten verweile ich besonders gerne.
Die Ruhe dort wirkt schon fast magisch.














Die kleinen Besucher haben ihre Freude im weitläufigen Märchengarten, hier die Emichsburg, bakannter als Rapunzelturm.




Im Schloss sind prunkvolle Räume, ein Porzellan- und ein Modemuseum zu besichtigen.
Ein Konzert (Rock, Pop oder Klassik) im Schlosshof erleben zu dürfen, ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Hoffen wir, dass auch diese Sinnesfreuden bald wieder möglich sind.




Von der Schönheit dieses Schlosses bin ich immer wieder beeindruckt. 




Verständlich, oder?





Wie habt ihr euer Wochenende verbracht?



Liebe Grüße von

Heike















Samstag, 12. März 2022

Oft kommt es anders als man denkt


Nun ist sie endlich fertig, die Weste, welche eigentlich ein Mantel werden sollte.




So sah nämlich mein ursprünglicher Plan aus, ein Mantel mit ansprechendem Kragen- und Taschenverlauf.




Ein schöner Wollstoff lag dafür bereit, also begann ich voller Vorfreude mein neues Projekt.

Haha, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Das wusste bereits Wilhelm Busch, aber schön der Reihe nach.

Die Teile fügten sich soweit gut aneinander.

Dann war es an der Zeit die Ärmel einzusetzen. 

Die Form des Schnittmusterteiles für den Ärmel löste bei mir im Vorfeld schon Verwunderung aus, aber da ich mich gerne auf etwas Neues einlasse, dachte ich probieren geht über studieren.

Als ich die Ärmel einsteckte und heftete, fühlte sich das jedoch gar nicht gut an.

Nachdem ich den Mantel über die Schneiderpuppe zog, wurde aus dem Gefühl eine traurige Tatsache.

Der Ärmel kippte und sah unmöglich aus.



Ich versetzte den Schulterpunkt, nahm hier und da etwas weg, probierte es immer wieder.

Jede Anprobe machte mich unzufrieden.

Der schöne Stoff, ich war sehr enttäuscht und kurz davor, das Teil in die Tonne zu werfen.

Dann fielen mir die Westen ein, welche derzeit so angesagt sind, dieses Irgendwas zwischen Winterjacke und Pulli, wenn es zu warm ist, sich zu vermummen, aber morgens noch recht frisch, um nur im Pulli loszuziehen. 

So beschloss ich, die Ärmel einfach wegzulassen, schnitt Belegteile für die Armausschnitte zu, kürzte das Teil etwas und fügte alles zusammen.

Laut Anleitung ist kein Futter vorgesehen. Ich habe jedoch von vornherein eins eingeplant und versah auch die Weste damit.




Immerhin ist der Stoff gerettet und in meinen Schrank darf ein angesagter Modetrend einziehen.

Von einer leichten Steppweste für Wanderungen abgesehen ist es Ewigkeiten her, dass ich eine Weste trug.

Der schöne blaue Wollstoff gefällt mir gut und mit Rollkragenpullover und Sneaker kombiniert schaut das Ganze doch leger genug für den Alltag aus.









So nahm das Projekt noch ein gutes Ende, aber es ist schon sehr ärgerlich, wenn sich solche Defizite auftun. 

Ich versetze mich in solchen Momenten ja auch immer in die Hobbyschneiderinnen und kann mir denken, wie verzweifelt sie dann sind. 

Oder sie nähen die Ärmel irgendwie ein und wundern sich später, warum sie das Teil nicht gerne tragen.

Schlecht sitzende Ärmel spürt man nämlich, wenn auch unbewusst. 

Man zuppelt dann ständig an sich herum und weiß nicht, woran das liegt.

Es fühlt sich einfach nicht gut an und das ist sehr ärgerlich.

Das Schnittmuster kann ich demzufolge nicht weiter empfehlen, aber den Stofflieferanten, die Firma BEMA-Stoffe .

Sie stellte mir diesen schönen Wollstoff aus 80% Wolle und 20% Polyamid zur Verfügung.

Dort findest du jetzt auch jede Menge schöne Stoffe für den Frühling.

Schau doch mal rein, viel Freude beim Stöbern!


Hier scheint schon seit Tagen die Sonne. 

Wir dürfen in Frieden die ersten Frühlingsfreuden genießen.



In der Ukraine ist Krieg. Menschen kämpfen ums Überleben, sterben oder flüchten.





      Die Parallelität von Schönem und Schrecklichen ist sehr schwer auszuhalten.


Ich fühlte mich angesichts der politischen Lage tagelang wie gelähmt, musste mich zum Tagesgeschäft regelrecht zwingen und hatte demzufolge auch keine Muse zum Bloggen.

Eine Runde durch die Natur wirkte da wie Balsam für die Seele.



Man stellt sich so viele Fragen, auf die man keine Antwort bekommt.

Es ist jedoch auch niemanden geholfen, wenn wir den Kopf in den Sand stecken und im Nichtstun erstarren.

Was wir aber tun können, ist unsere Kinder so liebevoll zu erziehen, dass sie nicht über Leichen gehen, unsere Mitmenschen mit Respekt behandeln und überall da, wo möglich, etwas Gutes bewirken.

Das hört sich vielleicht etwas banal an, aber in Frieden miteinander leben fängt im Kleinen an.



In diesem Sinne bleibt guter Hoffnung!


Liebe Grüße von


Heike





verlinkt mit Samstagsplausch